Stipendium

Patchworkfamilien-Situationen im Kontext von Familienunternehmen

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Ph Dr. Tobias Köllner
Familiendynamik

Familie und Unternehmen sind konstitutiv für ein Familienunternehmen. Allerdings unterliegen beide Größen derzeit umfassendem Wandel. Mit dem technischen Fortschritt verändern sich die Unternehmensstrukturen und mit der gesellschaftlichen Entwicklung die Familienstrukturen.

Im Zentrum der Studie von PD Dr. Tobias Köllner et al. stehen die sich verändernden Familienstrukturen und deren Auswirkung auf die Unternehmensform Familienunternehmen. Denn die Kernfamilie mit zwei unterschiedlich geschlechtlichen Elternteilen und gemeinsamen Kindern wird zunehmend seltener. Kinder wachsen heutzutage oft mit nur einem Elternteil, oder mit drei oder vier hetero- oder homosexuellen Eltern, in mehreren Haushalten mit geteiltem Sorgerecht, mit oder ohne Stief- oder Halbgeschwister auf, werden adoptiert oder in Pflegefamilien gegeben etc. Treten solch komplexe Familienstrukturen in Unternehmerfamilien auf, macht dies eine Unternehmensnachfolge häufig schwierig, zumal diese Strukturen beispielsweise durch Scheidung und Wiederverheiratung einfach passieren und weder geplant noch proaktiv antizipiert wurden und damit im Wildwuchs ungeregelt sind.

Ganz anders gehen da hingegen Mehr-Eltern-LGBTQ+-Unternehmerfamilien vor. Sie regeln häufig Sorge- und Erbrecht, bevor sie sich für Kinder entscheiden. Zwar sind solche Unternehmerfamilien nur eine zahlenmäßig sehr kleine Gruppe, aber sie könnten ein Vorbild dafür sein, wie man in Unternehmerfamilien gut mit Patchwork-Situationen umgehen kann und die Kinder trotzdem als geeignete NachfolgerInnen mit einem Verantwortungsgefühl für das Unternehmen aufzieht.

Genau das will diese Studie leisten.

Schlagworte
Nachfolge
Patchwork-Unternehmerfamilie
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