Dieses Forschungsprojekt am Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen (FIF) an der Zeppelin Universität schließt unmittelbar an das Projekt2024 an und macht aus dieser einmaligen Langzeitstudie eine exzeptionelle Längstzeitstudie, bei der über zwanzig Jahre hinweg Mitglieder aus Unternehmerfamilien begleitet werden, um die individuellen Lebenslinien zu verstehen, die potentielle NachfolgerInnen in Familienunternehmen durchleben.
Prof. Dr. Reinhard Prügl und sein Team verfolgen mit dieser Studie weiterhin das Ziel, wissenschaftliche Daten über Emotional Ownership, intergenerationale Zusammenarbeit und Innovationsbereitschaft zu erheben und gleichzeitig die persönliche und berufliche Entfaltung der Teilnehmenden zu unterstützen.
Um neue Erkenntnisse für die Forschung und Praxis zu gewinnen, stehen u.a. folgende Fragen in den nächsten zehn Jahren im Mittelpunkt:
· Welche Rolle spielen innerfamiliäre Dynamiken bei der strategischen Entscheidungsfindung von Familienunternehmen? Verändern sich diese im Zeitablauf?
· Welche Faktoren bestimmen die Nachfolgeintention der nächsten Generation und wie verändert sich diese ggf. im Laufe der Zeit?
· Welche Ziele hat die nächste Generation für das Familienunternehmen und wie entwickelt sich eine Balance aus Tradition udn Innovation über die Jahre hinweg?
· Wie beeinflussen psychologische Faktoren die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung in der nächsten Generation und verändern sich diese im Zeitablauf?
· Welche gesellschaftlichen Überzeugungen verändern sich und wie wirkt sich das auf die Einstellung und das Verhalten der NextGen gegenüber dem Familienunternehmen aus?
Da die Probanden der Studie nun zehn Jahre älter sind als beim Beginn des Projekts2024 und mittlerweile teilweise eine Position im Familienunternehmen innehaben, hat das Projekt2035 einen dualen Fokus auf die NextGen und die NowGen. Dieser Ansatz ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung des Generationenübergangs aus beiden Perspektiven. Durch die simultane Befragung beider Gruppen können Erwartung und Realität systematisch abgeglichen und potentielle Konfliktfelder identifiziert werden.
Auch wenn die Datenerhebung und -koordination ausschließlich vom FIF geleistet wird, ist das Projekt2035 bewusst so ausgelegt, dass ein sich entwickelndes Netzwerk an WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen diesen einzigartigen Datensatz nutzt und analysiert.
Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz und praxisorintiertem Nutzen leistet das Projekt2035 einen bedeutenden Beitrag für Forschung und Praxis und unterstützt damit die nachhaltige Entwicklung von Familienunternehmen.